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Herausragende Ereignisse des Farster Schützenwesens

Über den Rahmen eines intakten Vereinslebens hinaus überzeugen die Farster Schützen in den vergangenen Jahren durch die konsequente Weiterentwicklung ihres ortseigenen Schützenwesens. Höhepunkte sind der Bau eines repräsentativen Schützenhauses, die Installation elektronischer Schießstände und der Ausbau der Jugendabteilung.        
 
Nachdem zum Leidwesen der Farster Schützen im Jahr 2000 der Bau eines gemeinsamen Schützenhauses der vier isernhagener Schützenvereine gescheitert war, entschlossen sie sich, aus eigener Kraft ein Schützenhaus zu bauen. Sie wussten, dass sie mit nur drei Schießbahnen die Trainingsmöglichkeiten der Mitglieder und deren schießsportliche Qualifizierung nicht verbessern konnten. Der Bestand ihres Vereins war ernstlich gefährdet. Mitglieder betätigten sich in anderen Vereinen, die ihnen das Umfeld für ihre schießsportliche Betätigung boten. Dieser Trend musste kurzfristig gestoppt werden. Der Autor erinnert sich daran, dass er als 2. Vorsitzender mit seinem damaligen Vorsitzenden Helmut Haase jede mögliche Räumlichkeit in Isernhagen FB mit Bezug darauf bewertete, ob ein Ausbau zu einem Schützenhaus möglich war. Retter in der Not war ihre Gemeinde Isernhagen. Sie bot den Farster Schützen für einen Euro die Übernahme des freiwerdenden Asylantenheims am Wienkamp 13 an. Vom Land Niedersachsen pachteten sie für 30 Jahre das Grundstück. Im Jahr 2002 gründeten sie einen Bauausschuss.  

Elektronische Schussanzeige

Die Mitglieder Heiner Saupe, Jürgen Saupe, Berndt Bauer, Frank Wöhler Friedel Schäfer und Walter Mämpel  des Bauausschusses bewerteten die baulichen Gegebenheiten und erstell-ten einen Bauplan. Nachdem sie die Finanzierung durch Sponsoren und über Fördergelder gesichert hatten, begannen sie im November 2002 mit dem Ausbau des Asylantenheims zum Schützenhaus. Unter der Bauleitung von Heiner Saupe entkernten die Mitglieder total das Asylantenheim und erstellten in Eigenleistung ein Schützenhaus mit 11 Schießbahnen, einem Auswerteraum und einem großzügig gestalteten Aufenthaltsbereich. Am 24. Oktober 2003 feierten sie mit vielen Ehrengästen und über 100 Teilnehmern die Einweihung ihres Schützenhauses und präsentierten diesen der Öffentlichkeit am 25. Oktober 2003 zum Tag der Offenen Tür.   

2012 erweiterten sie 9 Schießstände mit einer elektronischen Identifizierung, Auswertung und Darstellung der Schießergebnisse sowie deren wettkampfabhängige Bearbeitung. Damit verfügen die Farster Schützen heute in der Region über einen modernen Schießstand für Luftgewehr- und Pistolenschießen, auf dem auch andere Vereine gerne ihre Schießwettbewerbe durchführen.
 
Die demografische Entwicklung der Bevölkerung führt in Vereinen zur Überalterung der Mitglieder und in Folge zum Mitgliederschwund. Die Jugendleiter der frühen Jahre -  Herbert Bauer, Jürgen Saupe, Friedrich-Wilhelm Wöhler, Dirk Schnehage, Jörg Laes und Ferdinand Thomaszko – stellten sich diesem Trend, indem sie der Schützenjugend stets ein Umfeld des Wohlbefindens, eine sportliche Betätigung und einen Ort der Sicherheit boten.

Jugendleiter und Landesmeister Lichtpunktgewehr 2013

Das Schützenhaus mit dem großzügig gestalteten Schießstand mit 11 Schießbahnen und einem attraktiven Aufenthaltsbereich bot günstige Voraussetzungen für den Aufbau einer leistungsstarken Jugendabteilung mit heute 29 Kindern und Jugendlichen. Dies entspricht einem Anteil von 30% an der Gesamtmitgliederzahl. Diesen Erfolg verdanken die Faster Schützen dem schießsportlich erfahrenen Jugendleiterteam mit Beate Bauer, Herbert Bauer und Björn Schlie und ihrer umsichtigen Betreuung der Jungschützen. Die Schützenjugend ist hervorragend ausgebildet und überzeugt durch ihre Erfolge bei schießsportlichen Wettbewerben. Teilnahmen an Landesmeisterschaften gehören heute zur Tagesordnung. Das jüngste Mitglied des SV Isernhagen FB ist fünf Jahre alt.